Slalomauftakt in Schlüsselfeld am 31.03.2013 Das Warten hat ein Ende!

  • Posted on: 31 March 2013
  • By: InJuRo

(Bilder gibt es wie gewohnt in unserer Bildergalerie, die Ergebnisse unserer Fahrer auf der Sportergebnisseite 2013)

Saisonauftakt für Slalomfahrer am Osterwochenende. Da der NAC-Slalom um zwei Wochen verschoben werden musste, nutzten die OC Naila/Frankenwald die Lücke für sich und boten am Karsamstag einen Gummitag auf dem Berg- und Talkurs im ADAC-Verkehrssicherheitszentrum Schlüsselfeld für letzte Einstell- und Testfahrten an und am Ostersonntag den ersten Slalom der Saison.

Kennen Sie „Windy City“? So nennen die Einheimischen in Amerika Chicago. Es gibt einen „Windy Hill“ in Franken. Baumlos und das wenige Gras wächst waagerecht. Kein Deo vertreibt Körpergeruch besser und Mundgeruch reißt es aus den Zähnen. Warum tut man sich so etwas an? It´s Slalomtime!

Sammelpunkt der NAC-Slalomtruppe war wieder dieser Mc Brech in Poppenreuth. Antriebswellenkiller Klaus Streiberger berichtete vom „Gummitag“ und einer zerstörten Antriebswelle bei der Bergabkurve. Über Nacht die Welle ausgetauscht, nach einem „Ausfluch“ bis Nordhalben zur Reparatur.

Bei leichtem Sonnenschein reisten Sebastian Müller, Robert Beck, der Wellenkiller und der Autor nach Schlüsselfeld. Dort war die Gretchenfrage: Welche Reifen? Slicks oder doch Spikes, denn es schneite! Bedenkzeit bei der üblichen Abladeprozedur, dann doch Slicks. In der Anmeldung war es so schön warm, deshalb auch noch eine Mannschaftsnennung für den NAC abgegeben. Die Strecke (eigentlich ein Rundkurs) wurde im Uhrzeigersinn gefahren. Das bedeutete, in der Streckenmitte ein Gefälle von lockeren 10 Prozent und anschließend eine Rechtskurve, für Fronttriebler, bei entlasteter Hinterachse, eine echte Herausforderung. Klaus Streiberger startete als Erster zum Training und kam bis zur genannten Stelle im Gefälle. Gleiche Stelle - gleiche Welle! Die Erkenntnis: Ein Auto, für Bergrennen ausgelegt, liebt keine Slalom(str)ecken. Das war´s dann auch mit einer Mannschaftswertung, denn da warens nur noch zwei. Sebastian Müller ließ es sich nicht nehmen, mit seinen neuen Slicks nach einem guten Trainingslauf (O-Ton: Da geht noch mehr!), im ersten Wertungslauf eine Pylone zu küssen. Im zweiten Lauf war er dann gleich schnell, aber ohne Berührung. Robert Beck hatte seinen Frosch (a Fiat, b grün) zum ersten Mal bei einem Rennen in den Fingern und kam gut und sicher über die Runden.

Das Ergebnis war recht ansehnlich. Erster in der H12 bei 6 Startern wurde Steffen Hofmann mit einem Audi NSU TT (unschlagbares Auto). Der schaffte es im Gesamtklassement bis auf Platz 5! Zweiter wurde Michael Wunder aus Nordhalben (der Antriebswellenretter-siehe oben), dritter Sebastian Müller (erster Pokal), vierter Robert Beck. Wenn jetzt noch Jens Räthe - nicht vorzustellen! Mannschaftspokal sicher auch geholt! So aber durch den Ausfall des dritten Manns keine Wertung.

Dass Klaus Streiberger sein Auto auf den Hänger ziehen musste und Robert Beck seinen Frosch erst nach mehreren Anläufen hoch bekam (Auto auf Anhänger) sei nur am Rande erwähnt. Die meiste Zeit verbringen Slalomfahrer tatsächlich mit Anfahren, Abladen, Räder wechseln, Aufladen und wieder heimfahren. Die Bilder in der Galerie zeigen es. Ach ja, Rennen wird auch noch gefahren! Und anstatt das Training und die zwei Wertungsläufe zu genießen, versuchen die Fahrer, möglichst schnell ins Ziel zu kommen. Das hat dann mal mit Trainingslauf bei Sebastian Müller unter 5 (in Worten FÜNF) Minuten gedauert, genauer gesagt: 4.18.25 min! Ach Ja Noch einer war dabei. Ist nicht mal gefahren, sondern hat nur fotografiert, Zeiten aufgeschrieben und gefroren. Der spinnt am meisten und wünscht den Fahrern, dass sie bei der nächsten Veranstaltung noch besser fahren, verspricht, dass die Strecke eben ist und es in zwei Wochen beim NAC Slalom auch wärmer sein wird!

Mit freundlichen Grüßen,
Das 1.NAC Web-Team