Nicht zu den vielen blauen Comic-Figuren, nein zu den zwei sammelverrückten Schlümpfen nach Mulhouse in Frankreich.

  • Posted on: 12 July 2014
  • By: InJuRo

Merks Motor Museum schnürte dieses Jahr ein Paket sehenswerten Inhaltes für diese Fahrt. Hauptziel war das Schlumpf Museum in Mulhouse. Im „Rahmenprogramm“ waren noch Straßburg, Basel und Freiburg, wo gleichzeitig Quartier war.

Der Bericht wird sich auf das Nötigste beschränken und die Bildergalerie kurz erläutern.

Anfahrt nach Straßburg mit überschaubarer Gruppe im großen Bus - Fensterplätze für alle möglich. Stadtrundfahrt in Straßburg zu Europaparlament, EuGH usw mit Erklärungen, dann geführter Gang durch die Altstadt. Nach dem Mittagessen freie Erkundung. Weiterfahrt nach Freiburg zum Hotel mit eigenem Weinberg und Schnapsbrennerei! Nach einer Verkostung mit Erläuterungen des Besitzers zum Hotel und Abendessen fand der Tag einen schönen Ausklang. Am Samstag ging es dann zeitig nach Mulhouse zu den Schlümpfen. Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn! Der Wahnsinn!

Wahnsinn, dass diese Schlümpfe ihre Firma ruiniert haben. Wahnsinn, was sie alles gesammelt haben. Der Wahnsinn, wenn diese Fahrzeuge verschwunden wären!

Die Sammlung umfasst über 400 Exponate. Alles einzeln abzulichten, würde jede Bildergalerie sprengen. Die echt historischen Fahrzeuge im ersten Gang sind noch der Reihe nach fotografiert. Bildfolge: Fahrzeug, dann Texttafel und eventuell weitere FZ-Bilder. Es gab wilde Konstruktionen, wie z.B. eine Vorderachse mit Mittelbolzen. Zwischendurch Aufnahmen der Gänge in der großen Halle und die Aufreihungen der FZ in den „Nebensälen“. Bei den Formelfahrzeugen war gerade Putztag. Dieses ewig lange silberne Cabrio mit der ausgefallenen Front ist ein Delahay. Textschild nicht zugängig, da dieser Bereich abgesperrt war wegen Filmaufnahmen. Von den neueren Fahrzeugen nur noch typische Vertreter im Bild vertreten. Im Ausgangsbereich war die Entstehung eines Bugatti mit dazugehörigen Schablonen ausgestellt. Dann war es vorbei! Hoch leben die Schlümpfe! Ruin hin oder her!

Danach stand zur Wahl ein Eisenbahn-/Feuerwehrmuseum vor Ort zu besuchen, oder nach Basel zu fahren. Laut Herrn Merk ist da noch ein kleines Automuseum und bis Basel sind es nur 60 km. Also auf nach Basel! Das Museum nennt sich Pantheon. Auf der Grundebene können Fahrzeuge zum Verkauf eingestellt werden. Eine Wendel führt nach oben, darauf wird an der Innenseite die Fahrzeugentwicklung ab Laufrad präsentiert, die Außenseite vermieten die cleveren Schweizer als Stellplätze. Deshalb sind auf der Außenseite auch einige Lücken im Fahrzeugpark. Die Sonderausstellung „Schweizer Carrossiers“ gab dem Besuch das Sahnehäubchen. Der dem Verfall preisgegebene Fiat vor dem Museum war ein Massenmodell. Am Rückweg nach Freiburg herrschte allgemeine Ruhe im Bus. Alle waren platt - in jeder Beziehung. Am Sonntag wurde noch Freiburg besichtigt. Einmalig sind die offenen Wasserrinnen in den Straßen, das Pflaster der Innenstadt mit „Intarsien“ vor vielen Läden, natürlich der Dom und der Herr auf dem Denkmal. Er hieß Schwarz, war Alchemist und „erfand“ das Schwarzpulver. Wie es dazu kam, zeigen die zwei kleinen Bildtafeln im Sockel des Denkmals. Nach dem Mittagessen ging es dann entspannt nach Nürnberg zurück. Was ist noch zu sagen?

Pünktlich zurück, ein herrliches Wochenende verbracht, viel gesehen und genossen.

Mein Dank an die ganze Familie Merk, die alles wieder bestens organisiert hat und - 
wohin fahrn mer nächstes Mal?

Mit freundlichen Grüßen,
Das 1.NAC Web-Team