Herbstausflug nach Mödlareuth am 19. 10. 2013 mit Siegerehrung unseres Touristik-Wettbewerbes

  • Posted on: 19 October 2013
  • By: InJuRo

„Ins Land der Franken fahren“

Ein herrliches Wetter, ein vollbesetzter Bus, keine Nachzügler – fünf Minuten vor Abfahrt ist ja noch pünktlich! – so startete der NAC Ausflug zur ehemaligen innerdeutschen Grenze nach Mödlareuth. 

Da die Fahrt wegen einer Baustelle über Bamberg Richtung Bayreuth ging, kramte Fahrtleiter Jürgen Schmidt in seinem phänomenalen Fundus an Wissen über die an der Strecke ansässigen oder ansässig gewesenen Adelsgeschlechter und ihrer Burgen. Erstes Etappenziel war Himmelkron, aber nicht die Kirche, sondern der Parkplatz des Gasthauses Opel gleich daneben. Dort warteten bereits unsere Zusteiger aus Groß-Gerau. 

Während die einen noch ihren Frühstückskaffee entfernten, begann unser erster Vorsitzender Rudi bereits einen Kreislaufankurbler zu öffnen. Ein Schluck Prosecco als Zwischenmahlzeit lockert die Reise auf.

Die vom Fahrtleiter vorgeschriebenen 10 Minuten Pause konnten nahezu eingehalten werden und zügig ging es weiter zum Mittagessen nach Dobareuth.

Eine dortige Spezialität – „düüringsche Glööse“ - lockt anscheinend auch Biker (siehe Bildergalerie). Diese Glööse sind wie unsere Klöße auch aus Kartoffeln, sind auch rund und heiß, haben aber eine etwas ungewohnte Konsistenz. Sie hafteten sich an Gabel und Messer und im ersten Moment auch an die Zähne. Der Geschmack war gut und eindeutig kloßig. Nach einem Nachtisch ging es weiter nach Mödlareuth.

Ein kleiner Ort mit großer Geschichte, da der Bach mitten durch den Ort seit langer Zeit die Grenze zwischen Thüringen und Bayern ist. Das Zusammenleben im Ort war immer recht gut – Schule und Kirche auf der einen Seite, Wirtshaus auf der anderen. Und dann kam Walter, dieser Ulbricht, und ließ die beiden Ortsteile hermetisch voneinander trennen. 

Im Deutsch-Deutschen Museum wurden wir nett empfangen und sahen als Erstes einen Film über die Entwicklung der Abriegelung zwischen Ost und West. Da der Filmsaal nicht allzu groß war, das Mittagessen noch nicht lange her und der Film immerhin 20 Minuten dauerte, ist dem einen oder anderen die eine oder andere Entwicklungsstufe der Trennung vielleicht entgangen. Danach wurde der ausgestellte Fahrzeugpark besichtigt und dann begann die Führung entlang der einstigen Grenzbefestigungen. Es ist faszinierend und deprimierend zugleich, wozu deutsche Gründlichkeit fähig ist und benutzt werden kann, wenn nur die „richtigen“ Leute ran dürfen. Eine Beschreibung der versammelten Möglichkeiten der Trennung durch Zaun, Mauer und Überwachung geht hier einfach nicht – lassen Sie die Bilder auf sich wirken! 

Mit untergehender Sonne ging die Fahrt zurück nach Himmelkron. Dort warteten das Abendessen bei Musik und die Siegerehrung auf die Teilnehmer. Wie nicht anders zu erwarten, ging der erste Platz der Mannschaftswertung und der Ehrenpreis für stärkste Beteiligung an den Automobil-Clubs Groß-Gerau. Den zweiten Platz belegte der DKW-Club Nürnberg-Fürth. Als langjährige Teilnehmer vom NAC wurden noch Uwe Rottwinkel (10 x), Hans Pfeuffer (20 x) und Michael Dippel (30 x) mit Sachpreisen bedacht. Bei sehr schöner unterhaltsamer Musik wurde noch ein Gläschen gekippt und pünktlich um 22 Uhr die Rückfahrt angetreten. Nach zügiger Fahrt waren wir planmäßig um 23.30 Uhr wieder zurück in Nürnberg Endhaltestelle Thon. Es war ein gelungener Ausflug und so schließt dieser Bericht mit den lobenden Worten unseres ersten Vorsitzenden Rudolf Huttner bei der Rückfahrt: „Des worn drei scheine Dooch!“

Danke Jürgen Schmidt – schöner und besser geht’s nicht

Mit freundlichen Grüßen,
Das 1.NAC Web-Team