21. ADAC Rallye Nürnberger Land am 03.05.2014 Dass ich (der Autor) das noch erleben durfte und andere auch!

  • Posted on: 5 May 2014
  • By: InJuRo

Dem MC Lauf mit seinem 1 VO Peter Birkmann ist etwas gelungen, worauf kaum einer bereit gewesen wäre zu wetten. Wieder eine Rallye im Nürnberger Raum! Es geschehen noch Zeichen und Wunder. 

Da eine solche Motorsportveranstaltung die Menschen stark polarisiert, gehört viel Begeisterung für den Motorsport dazu, die solchem „Teufelswerk“ Abgeneigten zumindest zur Duldung zu bewegen. 

Da gerade bei „scharfen“ Rallyes die Sicherheit groß geschrieben werden muss, ist eine gehörige Anzahl von Sicherheitspersonal erforderlich. 

Wie bei der Metz, war die Zusammenarbeit der Motorsportclubs im Nürnberger Raum bei dieser Rallye selbstverständlich. 

Zusammen mit dem AC Stein hat der 1. NAC mit „harter Kern“truppe mitgeholfen und die WP bei Lieritzhofen mit abgesichert. Unser Bereich war die Spitzkehre am Ortsanfang von Alfeld und die dazu gehörige Schikane davor. Da wir zu fünft waren, konnte aufgeteilt werden: Kraft und Dynamik an der Schikane, die ständig wieder aufgebaut werden musste – also Robert Beck und Alexander Kommoss, am Ende des Notausgangs und Beginn des Zuschauerbereiches die Überzeugungsredner – also Anton Buss und Rudolf Huttner und an der Pylonenabsperrung des Notausgangs Klaus Boenigk – hoffend auf viel Zeit zum Fotografieren, denn die Position an der Kehre war ideal. Pünktlich, am vereinbarten Treffpunkt, holte Udo Bulla vom AC Stein die „nur“ Funktionäre ab und brachte alle an den Start. Dort gab es die letzten Anweisungen, da die Streckenabsperrungen bereits vorbereitet waren. Essen und Getränke konnten noch gefasst werden und dann war es an der Zeit, die Absperrungen zu schließen und die Schikane nach Plan mit Einmessen aufzustellen. Dann ging es los. 

Erst kamen einige Vorausfahrzeugen. Dann kam lange nichts. Dann kam die Startnummer eins – aber leider am Haken der Feuerwehr, weil der Nummer Eins kurz nach dem Start die Strecke ausgegangen war und ein BMW kein Ackerschlepper ist. Zum Glück nur ein Sachschaden. Der Pilot hat den Wagen, mit stehendem linken Vorderrad und sicher blutenden Herzens ob der Schleifgeräusche, hinter dem Feuerwehrfahrzeug selbst gelenkt. 

Dann kamen die Autos mit 30 Sekunden Abstand, um die verlorene Zeit wieder einzuholen. Dann kam da noch ein Porsche, der einfach durch den Notausgang fuhr und kommentarlos verschwand. Dann kam später noch ein Seat Ibiza ausrollend in den Notausgang. Der Beifahrer (eine ..rin, der Stimme nach) sprang heraus und tobte wie Rumpelstilzchen, ob der abgescherten Antriebswelle. Mit vereinten Kräften wurde das Fahrzeug hinter die Absperrung geschoben. Dann kamen nur immer wieder hässliche Geräusche von der Schikane. Diese diente dazu, die in dem langen Gefälle vor der Spitzkehre recht schnellen Autos rechtzeitig einzubremsen, was gut, aber für etliche Fahrzeuge schadhaft, funktionierte. 

Die Schikane bestand aus drei versetzten Hindernissen aus Bauzaunsockelplatten und darauf geschichteten losen Reifen. Einer dieser Reifen hatte irgendwann die Schnauze voll und schlug sich schneller in die Büsche, als Robert Beck ihm nachkommen konnte. Der Rücktransport des Reifens ist zwar im Bild festgehalten, aber auf Grund schneller Bewegungen nicht optimal scharf erkennbar. Es waren nicht die schnellen Bewegungen des Funktionärs, sondern die des Fotografen.Der beneidete das Team an der Schikane dafür, dass diese, im Gegensatz zu ihm, dauernd in Bewegung waren. Wie oben bereits erwähnt, war der Fotopunkt ideal, um von jedem Fahrzeug eine Bildsequenz zu schießen - Anfahrt, Kehre, Abgang. 

Mehrere Stunden bei sieben Grad Celsius meist ruhig zu stehen, kühlt einfach aus, was zu Vibrationen führt und der Finger am Auslöser weiß auch nicht mehr so recht, was der Fotograf von ihm will. Der Fotograf entschuldigt sich deshalb an dieser Stelle in allerschärfster Form für unvollständige Sequenzen und die eine oder andere leichte Unschärfe. Da die WP zweimal gefahren wurde und, wegen der Verzögerung am Anfang, keine Pause möglich war, schrumpfte die Bilddokumentation des zweiten Durchgangs auf je ein Bild pro Teilnehmer. 

Wenn Sie, werter Besucher der Galerie, sich beim Betrachten der Bilder mit dem Laptop in den Kühlschrank zurückziehen und von Fahrzeug zu Fahrzeug 30 Sekunden Pause machen, werden Sie die Problematik erkennen. Der Fotograf empfiehlt hinterher ein heißes Bad. Sie können sich aber auch die Bilder, die Alexander Kommoss an der Schikane geschossen hat, anschauen. Dann wird Ihnen auch warm. 

Aber zurück zur Veranstaltung. Es gab bei uns keine weiteren Vorkommnisse. Im zweiten Durchgang schlug sich einer der letzten Teilnehmer das rechte Vorderrad an der Schikane platt, fuhr aber noch aus unserem Einflussbereich und ein Polizist wollte kurz vor 18 Uhr die Rennleitung sprechen, da die Veranstaltung nur bis 17 Uhr genehmigt war. Einer der Funkposten brachte den Herrn so rechtzeitig zum WP-Leiter an den Start, dass gerade das letzte Fahrzeug gestartet war. Nach Durchfahrt des Schlussfahrzeuges wurde die ganze Absperrung gemeinsam sorgfältig abgebaut und dann ging es in den Landgasthof Sörgel in Lieritzhofen zum Aufwärmen.

Was zu sagen bleibt – es war einfach schön. Viel Vergnügen bei den Bildern.

Mit freundlichen Grüßen,
Das 1.NAC Web-Team