15. ADAC Süd-Rallye-Historic am 20./21. Juli 2013 Wo bitte geht’s zur Bestzeit? – oder - Wer hat den Durchblick?

  • Posted on: 27 July 2013
  • By: InJuRo

Übrigens, das Fahrzeug auf dem Bild ist ein Morris Cowley von 1924 – der Fahrer sitzt rechts und wartet auf den Überblick! Sein „Franser“ ebenfalls, sitzt aber links. Diese Szene ergab sich aber erst am frühen Samstagabend beim Start zum Prolog bei der Firma Mercedes Moll. 

Begonnen hatte die Süd-Rallye-Historic bereits Wochen zuvor mit viel Arbeit und einer innovativen Änderung des Zeitplanes. Kenner wussten: Süd-Rallye = Samstag Zielfahrt mit Concours d‘ Elegance - Sonntag die Rallye. 

Der Start der Rallye bereits am Samstag mit einem Prolog beim Autohaus Moll in der Löffelholzstraße war für Alle Neuland und wurde im Vorfeld äußerst kontrovers diskutiert, da auch das Nenngeld an das erweiterte Angebot angepasst worden war.

Es blieben einige frühere Teilnehmer fern, dafür kamen neue Gesichter und Fahrzeuge dazu und es fanden sich Samstagvormittag am Jakobsplatz so viele Fahrzeuge ein, dass die „Platzanweiser“ ins Schwitzen kamen. Vielleicht war auch nur das Wetter daran schuld. Wenn das Wetteramt immer das Wetter vom Vortag ansagt, liegt die Vorhersage statistisch gesehen besser, als wenn dort jeden Tag das Wetter neu erfunden wird. Es ändert sich nicht täglich – das Wetter! In diesem Jahr gab es nichts zu erfinden. Es war nahezu wolkenlos schön – schön! Der Jakobsplatz war gut gefüllt. Die Fahrt durch die Fußgängerzone war das erste Highlight des Tages. Die Kaffepause beim Autohaus Höfler in der Fürther Straße fand a) jeder (früher oder später) und b) auch Anklang bei Kaffee und Kuchen. In freier Fahrt ging es dann zum Autohaus Moll, wo Abendbuffet und Prolog aufgebaut waren (oder umgekehrt). Nach dem Moto – Erst die Arbeit. dann das Vergnügen – startete um 18:01 Uhr der Prolog zur Rallye. Die Rallyeteilnehmer, die an der Zielfahrt nicht teilgenommen hatten, waren inzwischen auch erschienen und konnten in aller Ruhe für die Rallye nennen. Das Fahrtbüro unter Leitung von Frau Sigi Huttner – wer kennt sie nicht – war ab 15:00 Uhr geöffnet. Einen völlig unerwarteten und nicht gekannten Streich spielte das „schöne“ Wetter. Der Teer am Fahrbahnrand zwischen den Pflastersteinen war so weich, dass die Füße der Lichtschranken einsanken und diese dadurch den Spiegel zur Reflektion nicht mehr trafen. Eine völlig neue Erfahrung! Stellen Sie Lichtschranken niemals auf weichen Teer! 

Da in loser Reihenfolge gestartet wurde, war es kein Problem, die betroffenen Teilnehmer nochmals starten zu lassen. Schwieriger war, die betreffenden Teilnehmer zu finden, da inzwischen das Buffet aufgebaut wurde und der allgemeine Geräuschpegel recht hoch war. Aber auch dies gelang. Unser Dank an dieser Stelle gilt dem Geschäftsführer des Autohauses Moll, Herrn Rolf Fischer, der nicht nur Platz und Räumlichkeit zur Verfügung stellte, sondern auch die Versorgung aller mit ausreichend „Flüssigkeiten“ übernahm. Bekanntes Motto: Ein Mann ist nur so gut wie die Frau, die hinter ihm steht. Herr Fischer hat vier Frauen hinter sich stehen! Er ist Spitze! Unser Dank gilt somit auch seiner Frau Gemahlin und seinen drei Töchtern. Der Service war perfekt! Natürlich gab es auch eine Siegerehrung. Den ersten Platz für das schönste Fahrzeug erhielt Dr. Fischer mit seinem roten Jaguar XK120. Beinahe hätte er auch noch den Preis für die weiteste Anfahrt erhalten, aber es stellte sich heraus, dass Eschweiler noch weiter weg ist von Nürnberg, als Bad Homburg und so ging dieser Pokal an Herrn Dieter Grunenberg, der in einem originalen Golf I GTI angereist war. Außer der Reihe hatte der 1.NAC noch eine Überraschung für Norbert Henglein, der nicht nur seit Jahren an der Süd-Rallye-Historic teilnimmt, sondern auch ein bekannter Förderer des historischen Motorsports ist. Er erhielt ein Bild seines Porsches 911 vom Ersten Vorsitzenden Rudolf H. Huttner überreicht. Aber kein Foto, sondern ein Gemälde in Öl auf Keilrahmen, gepinselt und gespachtelt von unserem Automaler Klaus Homrighausen, der sowas beruflich macht und derzeit in Merks Motor Museum einige seiner Arbeiten ausstellt. Ich glaube, die Überraschung war gelungen.

Der Sonntag begann warm und wolkenlos. Start zur Rallye war wieder am Vernunftwagenzentrum der Firma Moll, die auch noch ein Lunchpaket für alle Teilnehmer bereitstellte. Pünktlich wurden die Teilnehmer von unserem ältesten Funktionär auf die Fahrt geschickt. Die Route führte wieder durch das Nürnberger Land, aber auf überwiegend neuer Strecke und mit unbekannten Sonderprüfungen. So neu und fremd, dass ein GP-Team seine liebe Mühe hatte, den Einsatzort zu finden. Sonst lief alles reibungslos – von Veranstalterseite. Der Verlauf war GP 2 Mohrenbrunn, GP 3 Altenthann, GP 4 Sendelbach, GP 5 Happurg/Koch, GP 6 Happurg Bergrennstrecke, Mittagspause im Weißen Lamm in Engelthal. Leider kamen wegen streikender Technik nicht alle bis zur Mittagspause in Engelthal an. Am Nachmittag wurden einige Vormittagsprüfungen ein zweites Mal gefahren, dazu kamen nach der Zeitkontrolle in Altdorf die bekannte „Runde“ auf dem Firmengelände der Firma Mercedes Rieger und neu die GP 11 im Industriegebiet in Lauf. Der Rückweg über Heroldsberg barg noch eine stumme Kontrolle und am Ende stand der Zielsprint ins Ofenwerk. Unabhängig davon, ob aus geschlossenem, oder offenem Fahrzeug geklettert, man sah den Teilnehmern den Trapattoni an – „Ich habe fertig“. Es war erst einmal eines wichtig, Schatten und Flüssigkeit. Danach erst kam das Kuchenbuffet. Durch eine zügige Auswertung des Teams Rainer und Stefan Zimmermann konnte der Zeitplan zur Siegerehrung eingehalten werden. Außer den ausgeschriebenen Pokalen für Sieger und Platzierte gab es wieder Modellautos für die vorderen Plätze im Gesamtklassement. 

Unsere teilnehmenden Mitglieder schlugen sich wacker. Helmut Stadlmayr mit Frau Christa wurde in der Klasse Zweite, gesamt Sechste. Klaus Zitzmann mit Angelika Jahn in der Klasse Dritte, gesamt Elfte. Beide fuhren in der offenen Kategorie. In der Sanduhrriege vertreten waren Martin Wening mit Robert Oberndorfer auf Platz 4 in der Klasse und Platz 10 im Gesamtergebnis, Michael Kaiser mit Doris Thomsen auf Platz 7 in ihrer Klasse, gesamt 29. Peter Bayer mit Sohn Daniel hatte in seiner Klasse (vor 1946) keine Probleme, den ersten Platz zu schaffen. Mit seinem Morris Cowley, Baujahr 1928 war er alleine. Beachtenswert ist jedoch, dass beide im Gesamtklassement auf Platz 25 fuhren. Einzig unsere Neumitglieder Dietmar Schönherr und Alfred Gugel waren vom Pech verfolgt. Wurde schon am Samstag sein wunderschöner Jaguar E Type V12 nicht so gewürdigt wie erwartet, schlug am Sonntag der Defektteufel zu. Das Schwimmerkammerventil eines Vergasers blieb hängen und überflutete die linke Zylinderbank. Wenn aus Double Six einfach Sechs wird, muss man aufhören. Schade, es wäre ihnen vergönnt gewesen, bei ihrer ersten gemeinsamen Rallye wenigstens anzukommen.

Zusätzliche Pokale erhielten die Erstplatzierten des Rieger-Ovals in Altdorf, gestiftet vom Autohaus Rieger, das beste VW Team, gestiftet von der Firma Konrad Schmidt in Cadolzburg und das beste Alfa-Team, gestiftet von Immobilien Schröder Schwabach. Die Markenpokale wurden überreicht von Frau Anne Schröder (Alfa Romeo) und Herrn Karl-Heinz Zick (VW). Die beiden waren auch mit einem Urquattro als Vorausfahrzeug die ganze Strecke mitgefahren. Dafür unser Dank und auch Dank an die Familie Rieger. Der Rest ist schnell erzählt. Alle wollten nur noch nach Hause und unter die Dusche und so leerte sich das Ofenwerk recht zügig.

Der 1. NAC dankt allen, die am Gelingen der Veranstaltung mitgewirkt haben. Den Teilnehmern, allen Funktionären, besonders der bewährten Truppe des AC Stein, den Genehmigungsbehörden, dem ADAC Gau Nordbayern für das zur Verfügung gestellte Material, Frau Schröder und Herrn Zick und allen unseren anderen Sponsoren und Unterstützern. Unser besonderer Dank gilt dem Autohaus Mercedes-Rieger Altdorf für den Pokal und die Überlassung des Firmengeländes. Bei einem Unterstützer ist das Wort Danke schon nicht mehr ausreichend. Die Firma Autohaus Moll Nürnberg, vertreten durch ihren Geschäftsführer Herrn Rolf Fischer, stellte nicht nur an beiden Tagen das Gelände zur Verfügung und auch Begleitfahrzeuge für die Veranstaltung, sondern hat auch dafür gesorgt, dass am Samstag keiner verdursten und am Sonntag verhungern musste und unterstützt den 1. NAC ganzjährig. Dafür ein ganz herzliches Dankeschöön!

Aaah ja – einen noch, der unbedingt in diese Auflistung gehört:

Ohne unseren Ersten Vorsitzenden Rudolf Huttner, seine Frau Sigi, seine restliche Familie, sein Büro mit den Mitarbeitern und seinen Ideen wäre die Veranstaltung nur schwerlich zu stemmen. Danke Rudi – von allen Vereinsmitgliedern.

Mit freundlichen Grüßen,
Das 1.NAC Web-Team

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