10. Metz Rallye des AC Stein am 25./26. 04. 2014 Man kann auch ein Autofenster als Sammelalbum benutzen

  • Posted on: 26 April 2014
  • By: InJuRo

Es traf sich am Freitag innerhalb weniger Stunden (von zwölf bis zwei) beim Palm Beach in Stein alles, was Rang und Namen in der Rallye-Szene für Oldtimer hat, aber auch etliche, die einmal dabei gewesen sein wollen. 

Bei 100 Startern war es kein Wunder, dass die Wiese beim Palm Beach vor dem Bierzelt blitzte und blinkte von frisch gewaschenen Autos, obwohl der Wetterbericht Autowaschen als vergleichsweise sinnlose Tätigkeit abtat.

Freitagabend Regen angesagt, Samstag – weiß nicht – wo Regen. Befassen wir uns mit der Realität.

Genannt hatten Helmut Stadlmayr mit Frau und mit Angabe, wo sie her stammen (1.NAC), Klaus Zitzmann mit Angelika Jahn und – natürlich – Käfer Alfons in blendender Verfassung. Im Bierzelt wurde von beiden Beifahrerinnen eifrig das Bordbuch gewälzt, Berechnungen angestellt und Notizen gemacht, während die Fahrer sich relaxt unterhielten, bzw. einer an/auf seinem Fiat Dino mit Cavallo Rappante im Grill und unter der Haube posierte. Der Start ging wie in den letzten Jahren über die Rampe im Bierzelt. Eine gute Idee war, die Plakate der Metz Rallye der letzten 10 Jahre im Zelt aufzuhängen. Interessant, wenn man von Anfang an dabei war, und ich meine von Anfang an, also 1973, die Pause überlebt hat und seit 2005 wieder mitmacht. Abwechslungsreiche Plakate bis 2010, danach kommt man sich vor wie in Holland – nur noch Oranje. Norbert – lackier‘ deinen Porsche doch mal in Knödelgelb für die nächsten fünf Jahre – besser ist das!

Zurück zur Aufgabe. Der NAC hatte am Freitag die schon bekannte GP 5 bei Kräft. Sammeln war in Trautskirchen beim Opelhändler. Unser erster Vorsitzender Rudolf Huttner bewegte zum ersten Mal über größere Strecken sein grundliegend neu aufgebautes BMW 02er Modell. Ein schönes Fahrzeug und topp restauriert. Keine Probleme bei der GP, außer den üblichen Verfahrern (Lichtschranke falsche Richtung angefahren = 10 Sek.), die noch Tage nach der Veranstaltung für Unruhe sorgten, weil Fehlerpunkte ja erst am Ende dazugezählt werden. 

Da der Bericht sich an der umfangreichen Bildergalerie „entlang hangelt“, wäre es für Sie spätestens jetzt sinnvoll, da mal rein zu schauen.

Der Samstag begann aus Funktionärssicht einfach traumhaft! Nachdem die kurz entschlossene Idee des Sportleiters eines Weißwurstfrühstücks im letzten Jahr in Neuses vor verschlossenen Türen endete, hat Clubkamerad Alexander Kommoss (Aboriginal in Wolframs- Eschenbach) eine Metzgerei mit Gaststätte, oder anders herum, dortselbst aufgetan, die mit Weißwürsten in der Lage war, uns das Maul zu stopfen! Danke Alex! Schon beim Aufbruch zur GP zeigten sich auf dem Pflaster so dunkle Flecken und bis zum Aufbau der GP in Willendorf hat es dann geregnet. Dazwischen lag noch eine Spur Adrenalin, weil der Schildertransporteur den Treffpunkt nicht traf und der GP Leiter leider als Orientierungspunkt den Friedhof im Ort empfahl, den es aber erst im nächsten Ort gab. Dank Osterweiterung ließ auch dies Problem sich meistern, denn den Trabi von Jens Räthe erkennt man! Eine Gombibabbe ist auch in Willendorf nicht zu überriechen! Und dann hat es geregnet, aber gleich so was von! Die Striche auf den Bildern sind keine Kratzer im Material, sondern Regentropfen. In den Autos war es trotz anlaufender Scheiben noch angenehm, aber bei ZK und Start sind die Fahrtunterlagen der Teilnehmer im Freien zu händeln. Leid tat einem das Team mit dem Triumph TR 3. Das Verdeck war zwar zu, aber anscheinend hatten sie die Seitenscheiben vergessen mitzunehmen. Mit Anorak und Handtüchern auf dem Schoß sahen die beiden trotzdem recht nass aus. Das tat der Sache aber keinen Abbruch und am Ende der GP schien wieder etwas die Sonne. Zum Zieleinlauf in Stein, ohne Wasserpfützen, denn dort hatte es überhaupt nicht geregnet, war eitel Sonnenschein und die Rückkehr der Recken wurde auf der Rampe im Zelt entsprechend gewürdigt. Eine allgemeine Richtlinie lautet, komm besser an, als dein Startplatz. Unserem Clubmitglied Klaus Zitzmann mit seiner Pilotin Angelika Jahn ist das bestens gelungen – Startnummer 61, im Ziel Gesamtplatz 29. So gut waren die noch nie bei der Metz – Applaus! Nicht ganz so gut lief es bei unserem erfolgsverwöhnten Stadlmayrs. Startplatz 23, im Ziel auf Platz 25. Nicht so überwältigend, vor allem, wenn man einstellige Ergebnisse erwartet und auch gewohnt ist. Die Mimik von Helmut Stadlmayr auf dem Profilfoto vor der Ergebniswand spricht Bände. Da hadert man schon mit seinem Schicksal und gräbt nach den Gründen. Behinderungen gibt es immer, aber meine, die sind schlimmer! Ein genaues Studium der Einzelzeiten und Rückfragen bei Kollegen klärt manches. Da wir das Geschehen vorrangig von Funktionärsseite aus zu betrachten haben, ist zu sagen, alles hat geklappt bei unseren GPs und das eine Zielschild, welches am Samstag fehlte, so was wird nicht mehr vorkommen –versprochen. Das Abendbuffet für Teilnehmer, Funktionäre und sonstige Wichtige war exzellent und da der AC Stein dieses selbst ausrichtet, kann man dem „Zeltdienst und Küchenpersonal“ nur allerhöchsten Respekt zollen. Der Beifall vor der Siegerehrung für diese Truppe sagte alles. Wer weiß, wie Veranstaltung geht, kann den ACS nur bewundern und für seine arbeitende Truppe beglückwünschen. Dass alle entsprechend ambitionierten Vereine den ACS unterstützen und diese Veranstaltung erst möglich machen, sollte selbstverständlich sein. Die Metz Rallye ist ebenso ein Begriff, wie Frau Metz selbst, die es sich nicht nehmen ließ, die Startflagge für die ersten Teilnehmer zu schwenken. Vor der eigentlichen Siegerehrung wurden die Unerbittlichen, die an allen zehn bisherigen Metz-Rallyes Classic teilgenommen haben, mit einem Sonderpreis bedacht. Auch Team Stadlmayr erhielt diese Trophäe, eine Uhr mit Bild vom Fiat Dino. Eine schöne Geste des ACS.

Gesamtsieger wurde wieder Norbert Henglein. Die weiteren Platzierungen finden Sie auf der Homepage des ACS. Die Ergebnisse unserer Clubmitglieder stehen wie immer in unserer Homepage bei Motorsport – Ergebnisse 2014.

Der Dank des Sport- und GP-Leiters geht an alle beteiligten Funktionäre, die es ermöglichten, dass der 1. NAC diese zwei Gleichmäßigkeitsprüfungen betreuen konnte. Das ist ja auch Werbung für den 1. NAC, dank Beachflag nicht zu übersehen.

Die Fotografen waren Sebastian Müller (SM), Klaus Boenigk (KB) und die Such- und Finde-Serie von Klaus Homrighausen (KH)

Ich habe fertig. Viel Vergnügen bei den Bildern.

Mit freundlichen Grüßen,
Das 1.NAC Web-Team